Kiona - Du hast mich gelehrt Vertrauen zu haben!

Das war mein Husky-Mädchen.

 

Unterschiedlicher konnten Hunde nicht sein.

 

Auch sie hatte während ihrer ersten Jahre nur im Hunderudel gelebt und keine Außenkontakte gehabt. Ein sogenannter Huskyzüchter überließ die Tiere sich selbst, Futter gab es nur unregelmäßig.

 

Wieder schritt das Duisburger Tierheim ein und stellte alle Hunde sicher. Kiona war zwar halb verhungert, aber durch ihren nordischen Charakter nicht unterzukriegen.

 

Sie war absolut selbstbewußt, hatte vor nichts Angst und, da hatte ich das nächste Problem, überhaupt kein Interesse daran, sich an einen Menschen zu binden. Wozu auch? Denn sie war eine perfekte Jägerin und hätte sich selber ernähren können.

 

Mit Duncan kam sie herrvorragend klar, sie lernten viel voneinander, aber den Sinn eines Menschen in diesem komischen Rudel, hat sie lange nicht verstanden.

 

Meine Aufgabe bestand also darin eine Bindung zu ihr herzustellen, Vertrauen auf zu bauen und ihr klar zu machen, dass ich als Mensch auch einige Vorzüge zu bieten habe und die Jagd nicht mehr nötig war. Wichtig bei unserem Training war natürlich ihre Charaktereigenschaften zu erhalten und sie nicht zu brechen.

 

Auch dieser Prozess hat wieder Monate gedauert, bis sie ein Teammitglied wurde.

 

Ende 2018 musste ich mich auch von ihr verabschieden. Sie erlag ihrem Krebsleiden.